Wenn Sie sich die Diagramme der Preisentwicklung der letzten 10 Jahre auf der Seite: "Rückblick" angesehen haben, werden Sie festgestellt haben, dass Jahr für Jahr die Monate Dezember bis Februar die niedrigsten Heizölpreise bieten. Und das unabhängig davon, was für Weltpolitische Einflüsse stattgefunden haben. Macht Sie das nachdenklich?
Viele unserer Kunden sind in den letzten Jahren zur selben Erkenntnis gelangt und haben Ihren Einkaufszeitpunkt in diese Zeit verlagert.
Aber warum ist das so?
Das Grundbedürfnis der Menschen ist es für den Winter mit einer ausreichenden Menge Heizöl versorgt zu sein. Da nicht alle Lagertanks besitzen, die über mehrere Jahre Kapazitäten bieten, möchte man nicht in der kalten Jahreszeit tanken, es könnte ja gerade da kein Heizöl zur Verfügung stehen. Diese Urangst aus der Zeit des kalten Krieges lässt sich nur schwer erschüttern. Und genau das treibt die Preise in den Haupteinkaufsmonaten nach oben. Die hohe Nachfrage in den Monaten Juni bis Oktober treibt die Preise nach oben und lässt andererseits den Preis in den schwachen Monaten sinken. Ganz unabhängig davon, das die Rohöl-Multis, bei niedrigem Preis in Rotterdam, ihre Tanker auch gerne mal auf dem offenen Meer im Kreis fahren lassen, bis der Preis wieder stimmt. (Information aus erster Hand, mein Bruder ist Kapitän zur See und fuhr solche Schiffe).

Eigene Berechnungen haben ergeben, das die Differenz zwischen schlecht geplanten und althergebrachten Einkaufsterminen und Einkauf im Januar eine Jährliche Mehrbelastung für ein 8-Familienhaus von bis zu 1.250 Euro ergeben kann.

Einen relativ günstigen Einkaufszeitpunkt zu wählen ist also möglich. (seriöse Heizölhändler werden Ihnen das bestätigen).

Wer mit Öl heizt, muss für seine Wärmeenergie seit Jahrzehnten weniger tief in die Tasche greifen als andere. Daran hat sich trotz allgemein gestiegener Energiekosten nichts geändert: Heizöl erwies sich im Vergleich etwa zu Erdgas als der preisgünstigere Brennstoff. 

Bezogen auf eine Menge von 3000 Litern beziehungsweise 33.540 kWh plus Grundgebühr kostete Erdgas im Bundesdurchschnitt im ersten Quartal 2005 rund 20 Prozent mehr als Heizöl. Im Mittel war die 3000-Liter-Partie Heizöl für rund 1371 Euro zu bekommen. Die entsprechende Menge Erdgas hingegen kostete einschließlich der Grundgebühr 1642 Euro. Mithin war Heizöl um 271 Euro preiswerter.

Dies geht aus den monatlichen Preiserhebungen für Heizöl und Erdgas in insgesamt 160 deutschen Städten der Fachzeitschrift „Brennstoffspiegel“ hervor.

Noch deutlicher ist die Differenz zwischen den beiden meist verbreiteten Wärme-Energieträgern bei einem geringeren Verbrauch, wie er beispielsweise in neuen Einfamilienhäusern üblich ist, die nach dem Niedrigenergiehaus-Standard errichtet worden sind. Bei einer Abnahme von 1600 Litern Heizöl beziehungsweise der entsprechenden Menge von 17.888 kWh Erdgas mussten Erdgasbezieher im ersten Quartal 2005 einschließlich Grundgebühr bundesdurchschnittlich 958 Euro für ihren Brennstoff ausgeben, während die Betreiber einer Ölheizung für die gleiche Wärmemenge nur 753 Euro bezahlen brauchten. Damit war Erdgas bei dieser Abnahmemenge um 27 Prozent teurer.

Der aktuelle Preisvorteil ist keine Ausnahme, sondern die Regel, wie sich anhand der Daten des Statistischen Bundesamtes und des „Brennstoffspiegel“ im Rückblick allein auf die letzten zehn Jahre ablesen lässt. Demnach zahlte ein Ölheizungsbesitzer zwischen 1995 und 2004 durchschnittlich insgesamt 3187 Euro weniger für seine Wärmeenergie als ein Gasheizungsbesitzer. Während sich die Brennstoffkostenrechnung in diesem Zeitraum für einen Ölheizungsbetreiber auf 9381 Euro addiert, fiel sie für einen Gasheizungsbetreiber mit 12.568 Euro um 34 Prozent höher aus.