VERTRAUEN IST GUT, KONTROLLE IST BESSER

 
In jedem Gewerbe gibt es schwarze Schafe. Jedes Jahr verschwinden einige Heizölhändler von der Bildfläche. Das ist zum größten Teil durch ganz normale Geschäftsaufgabe bedingt, Konkurrenzdruck, kein Nachfolger u.s.w. Aber einige verschwinden auch weil man sie dabei erwischt hat, wie sie ihre Kunden betrogen haben. Einige Verschärfungen im Bereich der Dokumentationsgeräte am Fahrzeug haben einen Teil der Manipulationsmöglichkeiten ausgeschaltet. Aber eben nur einen Teil.
Alle hier angegebenen Manipulationsmöglichkeiten wurden in den ersten Jahren meiner Heizölvermittlung immer wieder von Interessenten an mich herangetragen. Erst nachdem es sich anscheinend in den entsprechenden Kreisen herumgesprochen hat, das der OELFUCHS für solche Manipulationen nicht zu haben ist, hat das aufgehört. Aber diese Leute brauchen sicher auch heute noch Heizöl.
Beispiel für eine Schwachstelle, die beseitigt wurde:
Wenn sie einen korrekten Lieferschein betrachten, werden Sie dort im Bereich des Lieferabdrucks die Zeile: "Menge 15 Grad Celsius xxxx Liter" finden. Diese Liter müssen Sie bezahlen. Jetzt stellen Sie sich vor, es ist Hochsommer, das Heizöl, das Ihnen gerade geliefert wird, hat eine Temperatur von 18 Grad oder mehr. Bei Wärme wird das Volumen des Heizöls ausgedehnt. Je nach Menge, die sie bestellt haben, kann jetzt die Differenz bis zu mehreren 100 Litern betragen, die Sie bezahlen.
Durch die Garantie der Liefermenge anhand einer einheitlichen Temperatur wurde diese Manipulation ausgeschaltet.
Schwachstellen, die immer noch vorhanden sind:
1. Sehen wir uns den Abdruck des Lieferstempels an.
In der ersten Zeile wird dort sicherlich das Abgabedatum stehen, in der zweiten Zeile der Begriff: " Abgabe-Start" und eine Uhrzeit. Wenn jetzt in der dritten Zeile der Begriff: "Abgabe-Ende" und eine Uhrzeit steht, ist erst mal alles in Ordnung. Jetzt können sie die Füllzeit mit der Liefermenge vergleichen (10.000 Liter ca. 30-40 Minuten). Sollte sich bei einer Füllmenge von 10.000 Litern eine, aus der Differenz der Zeiten ermittelte, Füllzeit von 90 Minuten ergeben, sollten Sie das mal hinterfragen.
Die Lieferanten des OELFUCHS geben immer beide Zeiten an.
Fehlt die Angabe: " Abgabe-Ende" ist theoretisch folgende Manipulation möglich:
Der Lieferant befüllt das Mietshaus und anschließend das Privathaus des Eigentümers beider Gebäude. Dann wird der Abdruck am Fahrzeug gemacht, die gesamte Menge den Mietern des Mietshauses in Rechnung gestellt.
Muss nicht sein, aber siehe Headline.
2. Noch einfacher ist die Manipulation durch unterschiedliche Preise.
Veranschaulichen wir diese Methode anhand eines Preisbeispieles: Ein Mietshaus benötigt 10.000 Liter, das Privathaus 3.000 Liter. Der Preis für die Sammelbestellung 13.000 Liter/2 Abladestellen beträgt fiktiv 0,4950 Netto, entspricht Gesamtvolumen 6.435,00 Euro, oder aufgeteilt Mietshaus 4.950,00, Privathaus 1.485,00.
Erhöhen wir den Preis für das Mietshaus auf 0,5250, also 3 Cent, was kaum auffällt, so ergibt sich folgendes Bild, immer davon ausgehend, das der Lieferant die gleiche Summe wie vorher erhält:
Mietshaus 10.000 Liter x 0,5250 = Rechnung 5.250,00/ Privathaus Rechnung Differenz 6.435,00 - 5.250,00 = 1.185,00. Differenz zu Gunsten der Privathausrechnung 300,00 Euro. Scheint nicht viel zu sein und trotzdem wird es immer wieder angestrebt.
Wie also kann ich als Ölverbraucher ein gewisses Maß an Sicherheit für die Richtigkeit der Heizölbefüllung erhalten?
1. Unsere Lieferanten besitzen das RAL-Gütesiegel.
In ganz Bayern wurde diese Siegel bisher nur an ca. 16 Betriebe vergeben. Betriebe, die dieses Gütesiegel besitzen müssen ständig damit rechnen, das ihre Fahrzeuge von Fachleuten auf Manipulationen hin untersucht werden. Die Liste der entsprechenden Betriebe können Sie auf der Homepage: www.guetezeichen-energiehandel.de unter der Rubrik Mitgliedsbetriebe jederzeit einsehen.
Tun sie das, die Betriebe die der OELFUCHS vermittelt, sind dort unter Anderen aufgelistet.
2. Kontrollieren sie die Befüllung
a) Stellen sie fest, ob der Zähler am Fahrzeug bei Beginn der Befüllung auf Null steht.
b) Vergleichen Sie die Füllmenge mit der Zeit der Befüllung.
c) Rufen Sie als Mieter ein paar Heizölhändler an und lassen sie sich für die Liefermenge einige Preise der letzten Tage geben, bedenken Sie, den Preis bestimmt nicht der Liefertag, sondern wann bestellt wurde.
Gott sei Dank, sind die meisten Heizölhändler ehrliche Geschäftsleute. Aber mit ein bisschen mehr Aufmerksamkeit und einer gesunden Portion Misstrauen könnte man auch die wenigen schwarzen Schafe aus dem Verkehr ziehen.